Weinstadt blüht und summt!

Ab sofort gibt es im Gartencenter Knauß in Strümpfelbach den „Weinstädter Bienentraum“ zu kaufen. Dieser beinhaltet Pollen- und Nektarpflanzen für Garten und Balkon, auf die Bienen, Hummeln und Co. fliegen. Alles nachhaltig in einer Pfandkiste verpackt.

Die Idee für dieses Stauden-Starter-Set entstand von Bürgern für Bürger im Rahmen eines Workshops, zu dem die GOL Grüne Offene Liste Weinstadt im Februar dieses Jahres eingeladen hatte. Neben dem Bienentraum wurden im Workshop weitere konkrete Umsetzungsvorschläge für Weinstadt entwickelt, z.B. das Staudenschaubeet.

Inspiriert wurden die Bürger vom Grünplaner der Stadt Donzdorf, Georg Krause, der im Januar bei dem sehr gut besuchten Vortrag „Blütenträume_Lebensräume“ aus eigener Erfahrung berichtete, wie Grünflächen einer Kommune zu nachhaltigen Lebensräumen für Schmetterlinge, Bienen und anderen Insekten umgewandelt werden können.

Die Idee des „Bienentraums“ führten Margit Seidel und Miriam Ehret fort. Mit Unterstützung von Dieter Knauß vom Gartencenter Knauß wurde die Zusammensetzung des Starter-Sets ausgewählt. Mit einer pfiffigen Gestaltung und einem nützlichen Informationsblatt ist diese Anregung aus der Bürgerschaft nun „am Start“. Ab sofort hat jeder Weinstädter und jeder Remstäler die Möglichkeit selbst etwas dafür zu tun, dass Weinstadt und das Remstal aufblüht und summt. Frühzeitig zur Remstal-Gartenschau in 2019 gibt es den „Bienentraum“ zum ersten Mal beim Tag der Offenen Tür im Gartencenter Knauß zu kaufen. Die Stadt Weinstadt unterstützt diese Aktion. Am Sonntag, 16. September stellten Margit Seidel, Dieter Knauß und Oberbürgermeister Michael Scharmann dieses Stauden-Starter-Set vor und informierten über die Idee sowie über den richtigen Einsatz im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon.

Nahrung für Wildbiene, Schmetterling & Co

Staudenbeet in der „Grünen Mitte“ soll biologische Vielfalt fördern

Ende Mai haben Mitglieder des Weinstädter Bündnisses für biologische Vielfalt auf dem Gelände des künftigen Gemeinschaftsgartens ein Staudenbeet angepflanzt. Nach einem Plan des Donzdorfer Staudenexperten Georg Krause sollen dort künftig 26 verschiedene heimische Staudenarten von Agastache bis Veronica über viele Monate hinweg abwechselnd blühen und damit ein Nahrungsangebot für die Insektenwelt bieten. Im Herbst wird die Anpflanzung noch mit sechs verschiedenen Zwiebelpflanzenarten ergänzt. Sobald der Gemeinschaftsgarten angelegt ist, will das Bündnis Führungen am Staudenbeet anbieten. „Wir wollen Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, in ihren Privatgärten für Staudenpracht zu sorgen und damit zum Erhalt unserer Insektenwelt beizutragen“, erläutern Miriam Ehret und Manfred Siglinger die Zielsetzung des Staudenprojekts.

Ergänzend zum Schaubeet will das Bündnis deshalb im kommenden Herbst die pflanzfertige Staudenmischung „Weinstädter Bienentraum“ über eine Weinstädter Gärtnerei anbieten, um den Start zum eigenen Staudenbeet zu erleichtern.

Diese Aktion entstand mit mehreren engagierten Bürgern und Bürgerinnen im Rahmen der Grünen Mittwoche unter dem Motto „Blütenträume_Lebensräume“. Ab September finden diese Treffen wieder statt. Interessiert? Infos unter vorstand@gol-weinstadt.de

Nach der Information folgen die Taten!

Nach der sehr erfolgreichen Informationsveranstaltung „Blütenträume_Lebensräume“ wollen wir miteinander mit Blick auf ein Insektenförderprogramm in Weinstadt noch mehr möglich machen.

Aus diesem Grund bündeln wir am Mittwoch, 21. Februar um 19.00 Uhr drei Aktivitäten miteinander und laden dazu herzlich in den Kurt-Dobler-Saal in Beutelsbach (Poststraße 15/3) ein:
* Grüner Mittwoch als Einladung an alle an grünen Themen Interessierten
* Fortführung der Info-Veranstaltung mit der Entwicklung von Ideen für mehr Blütenträume und Insekten-Lebensräume in Weinstadt
* Offene Fraktionssitzung der GOL

Und so war die Informationsveranstaltung „Blütenträume_Lebensräume“:

Auf Einladung der GOL und des Ortsverbands Bündnis 90/Die Grünen hat Georg Krause, Umweltbeauftragter der Stadt Donzdorf am 17. Januar erklärt, wie Grünflächen einer Kommune zu nachhaltigen Lebensräumen für Schmetterlinge, Bienen und anderen Insekten umgewandelt werden können. Den etwa 45 Interessierten hat er mit vielen Fotos praktische Beispiele gezeigt, wie die Gemeinde und ihre Bürger und Bürgerinnen vor Ort gegen den dramatischen Rückgang der Insektenpopulationen angehen können. Wenn Rasenflächen zu artenreichen Blumenwiesen umgewandelt und statt aufwendigem Wechselflor Staudenbeete angelegt werden, dann sieht das nicht nur schön aus und fördert die biologische Vielfalt, sondern spart dem Bauhof auch Aufwand und damit der Gemeinde Geld. Die richtige Pflanzenauswahl je nach Standort und Bodenverhältnissen erfordert einiges an Fachwissen und wichtig ist vor allem, dass die heimische Insektenwelt die Blüten annimmt. Für die Bevölkerung werden in Donzdorf z.B. Informationsveranstaltungen durchgeführt und es gibt ein Merkblatt für die Friedhofsbepflanzung.